Lehrplan 21 in Uri erfolgreich eingeführt

(Bildquelle: congerdesign (CC0))

Der Erziehungsrat hat an seiner Sitzung vom 31. Oktober 2018 den Zwischenbericht "Lehrplan 21 - Von der Einführungsphase in den Regelbetrieb" zu Kenntnis genommen. Wie der Bericht zeigt, konnte der Lehrplan 21 in Uri wie geplant eingeführt werden. Bis Mitte 2021 wird das Projekt Lehrplan 21 abgeschlossen sein.

Der Lehrplan 21 ist ein Projekt der Deutschschweizer Erziehungsdirektoren-Konferenz (D-EDK). Im Rahmen dieses Projekts war für alle deutsch- und mehrsprachigen Kantone ein gemeinsamer Lehrplan für die Volksschule ausgearbeitet worden. Im Kanton Uri beschloss der Erziehungsrat vor ziemlich genau drei Jahren, den Lehrplan 21 auf das Schuljahr 2017/2018 in Kraft zu setzen. Somit gilt der Lehrplan 21 in Uri seit dem 1. August 2017.

Eine Ausnahme bildet der Modullehrplan Medien und Informatik, der erst auf das Schuljahr 2019/2020 in Kraft gesetzt wird. Wie sich die Einführung des neuen Lehrplans in Uri bisher gestaltet hat, beschreibt der Zwischenbericht "Lehrplan 21 - Von der Einführungsphase in den Regelbetrieb" des Amts für Volksschulen. Ende Oktober 2018 nahm der Erziehungsrat diesen Bericht zur Kenntnis.

Zielgerichtete Weiterbildung durchgeführt

Wie der Bericht zeigt, konnte der Lehrplan 21 in Uri wie ursprünglich geplant eingeführt werden. Die Unterteilung in Einführung (Vorlaufzeit) und Inkraftsetzung hat sich als passend erwiesen. Einzig auf die Option, in der Oberstufe ein Jahr später mit dem Lehrplan 21 zu starten, wurde verzichtet. Die einzelnen Elemente der Weiterbildung, die auf kantonaler und schulischer Ebene anzusiedeln sind, haben sich als sinnvoll und zielgerichtet erwiesen.

Die Weiterbildung der Schulleitenden und der Kader-Lehrpersonen war zwar eine Herausforderung, aber sie hat sich gelohnt. Viele Fragen konnten geklärt und Unsicherheiten reduziert werden. Als Folge davon waren während der Grundkurse, die von allen Lehrpersonen besucht wurden, Antworten und Hilfestellungen bereits vorhanden.

Der Einsatz von Kader-Lehrpersonen hatte zum Ziel, den Praxisbezug zu gewährleisten. Dieses Ziel konnte mehrheitlich erreicht werden. An den Schulen fanden Schulinterne Weiterbildungsveranstaltungen zu verschiedensten Aspekten im Rahmen des Lehrplans 21 statt. Bei der Weiterbildung erwies sich zudem die Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule Schwyz als sehr erfolgreich.

Mit Blick auf die Qualitätssicherung kann festgehalten werden, dass das Amt für Volksschulen dem Erziehungsrat jährlich Bericht erstattet hat und dass die Projektleitung sich regelmässig mit den Schulleitenden traf, um den aktuellen Stand zu erörtern. Zudem erstellten die Schulleitungen ein vierjähriges Schulprogramm.

Dialog mit den Zielgruppen gepflegt

Ein wichtiger Faktor für die erfolgreiche Einführung des Lehrplans 21 in Uri war die Information und Kommunikation. Via Medienmitteilungen, Pressekonferenzen, BKD-Newsletter, Schulblatt, Treffen mit Schulräten, Treffen mit der Vereinigung Schulleiterinnen und Schulleiter sowie Treffen mit dem LUR wurde der Dialog mit den relevanten Zielgruppen kontinuierlich gepflegt. Für die Eltern der Schülerinnen und Schüler erstellte das Amt für Volksschulen einen Kurzfilm und eine PowerPoint-Präsentation.

Abschluss im 2021, Evaluierung im 2022

Innerhalb des Projekts Lehrplan 21 gab es einige Teilprojekte und Folgearbeiten. Namentlich zählen dazu: Uri-spezifische Anpassungen im Lehrplan, Anpassungen in der Stundentafel, ein neues Urner Lehrmittel, Lehrmittelfragen im Allgemeinen, Anpassungen in gesetzlichen Grundlagen, Umsetzung des Modullehrplans "Medien & Informatik", Anpassungen im Beurteilungsreglement und Einführung des Lehrplans 21 an der Kantonalen Mittelschule Uri.

Per 1. August 2021, zwei Jahre nach dem Start des Modullehrplans "Medien und Informatik", wird das Projekt Lehrplan 21 abgeschlossen sein. Im Folgejahr wird das Projekt evaluiert.