Pelz gehört den Tieren

(Bildquelle: Martin Muller (CC BY-NC 2.0))

Es wird kälter und viele Leute kümmern sich zurzeit um ihre Wintergarderobe. Obwohl die Mehrheit der Schweizer Bevölkerung die grausamen Haltungs-, Fang- und Tötungsmethoden klar ablehnt, boomt der Verkauf von Pelzprodukten.

Nachdem das Tragen von Pelz insbesondere in den 90er Jahren verpönt war, ist der Absatz von Pelzprodukten in den letzten Jahren auch in der Schweiz wieder stark angestiegen. Pelz wird heute in grossen Massen billig produziert und dient fast nur noch zur Verzierung von Textilien und modischen Accessoires. Dadurch wird Echtpelz oft gar nicht wahrgenommen und das immense Tierleid dahinter verkannt.

Zwar besteht seit 2014 eine Deklarationspflicht für Pelzerzeugnisse. Die entsprechenden Angaben werden von den Konsumenten jedoch kaum beachtet, weil das schicke Aussehen im Vordergrund steht. Untersuchungen haben zudem gezeigt, dass die tierquälerischen Pelzerzeugnisse vielfach mangelhaft deklariert sind.

Insbesondere über die konkrete Tötungsmethode sagt die Deklaration nichts aus. In Asien ist das Erschlagen die Standardmethode. Als Tötungsmethoden finden ausserdem insbesondere das Vergasen, die Injektion von Giften und elektronischer Strom (Elektrokution) Verwendung. Häufig kommt es vor, dass Tiere vor der Tötung nur unzureichend beziehungsweise gar nicht betäubt oder sogar lebendig gehäutet werden und dabei grausame Qualen erleiden müssen.