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Neues Zuhause für Basler Muffons

(Bildquelle: Zoo Basel)

Die Mufflon-Herde im Zoo Basel erkundet ihre umgebaute und erweiterte Anlage.

Die Mufflon-Anlage im Zoo Basel ist um eine weitere Teilanlage bereichert worden. Den Mufflons gefällt’s. Dies zeigte sich, als der neue Anlagenteil nach dem ersten Kurzbesuch für kurze Zeit nochmals geschlossen wurde, um einen Baumschutz anzubringen. Voller Ungeduld stand die ganze Herde vor dem Tor und wartete darauf, endlich wieder auf den neuen Teil zu wechseln.

Begnadete Kletterer

Mufflons sind gute Kletterer und kommen bis in Höhen von 4000 Metern vor. Die harten Hufe der Mufflons sind gemacht für ein Leben auf Stein und Geröll und sie ermöglichen müheloses Klettern und Springen in Felswänden. Im Zoo Basel kommen die Wildschafe auf dem Mergel- und Felsuntergrund der alten Anlage entsprechend gut zurecht. In der neuen Anlage wird es testweise zum Start auch weichen Boden geben, wie er in ihrem natürlichen Lebensraum aus hügeligem Bergland und Wäldern ebenfalls vorkommt.

Zweiteilige Anlage

Das eindrucksvolle Schneckengehörn ist das unverwechselbare Kennzeichen des Mufflonwidders. In der Brunftzeit kommt es zwischen Rivalen zu heftigen Kämpfen, wobei sie mit dem Gehörn geräuschvoll aufeinanderprallen. Im Zoo Basel werden Mufflons seit über 100 Jahren gehalten.

Mit der neuen Anlage wird es nun erstmals möglich, die Tiere zum Reinigen der Anlage abzutrennen. Dies ist gerade während der Brunftzeit, wenn der Widder auch gegenüber dem Tierpflegepersonal aggressiv reagieren kann, von Vorteil. Die Neuerungen sind daher nicht nur eine Bereicherung für die Mufflons, sie erleichtern auch die Pflege. Darüber hinaus bieten sie eine Vielzahl an neuen Beschäftigungsmöglichkeiten.

(Bildquelle: Zoo Basel)

Weibchen führen die Herde an

Der Herbst ist bei den Mufflons die Zeit, in der sie den Frühling spüren. Erst im Frühjahr werden die Jungen geboren. Das ist in der Natur die Zeit, in der genug Futter für Mutter und Jungtiere vorhanden ist. Mufflonweibchen blöken wie Hausschafe nach ihren Jungen, während der Vater nur selten einen Ton von sich gibt. In der Natur hört man zur Brunftzeit aber das Aufeinanderkrachen der Widder-Hörner oft kilometerweit. Weibliche Mufflons tragen keine oder nur ganz winzige Hörner. Die Gruppe wird jeweils von einem alten Weibchen angeführt.

Zurzeit leben zwei junge männliche Tiere und sieben weibliche Mufflons auf der Anlage.

(Bildquelle: Zoo Basel)
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