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Hände weg von Wildtier-Attraktionen!

Die ausdrucksvollen Sujets wurden von der renommierten Kreativagentur Ruf Lanz entworfen, mit der die TIR schon seit Jahren sehr erfolgreich zusammenarbeitet.
Die ausdrucksvollen Sujets wurden von der renommierten Kreativagentur Ruf Lanz entworfen, mit der die TIR schon seit Jahren sehr erfolgreich zusammenarbeitet. (Bildquelle: Stiftung für das Tier im Recht (TIR))

"Für Wildtiere ist es eine Qual, von Touristen betatscht zu werden". Mit ihrer neusten Kampagne will die Stiftung für das Tier im Recht (TIR) auf das immense Tierleid aufmerksam machen, das hinter vielen Touristenattraktionen mit Wildtieren steckt.

Die globale Corona-Pandemie führt uns den dringenden Handlungsbedarf in Bezug auf unseren Umgang mit Wildtieren vor Augen. Wildtiere werden in vielerlei Hinsicht ausgebeutet, so auch für Touristenattraktionen, die sich weltweit grosser Beliebtheit erfreuen. Von Selfies mit Raubkatzenbabys über Reitausflüge auf Elefanten und Kamelen bis hin zu Tanzaufführungen von Bären und Hotelshows mit Papageien – angeboten werden "Wildtier-Erlebnisse" aller Art.

Auf den Souvenirfotos nicht sichtbar ist hingegen das grosse Tierleid, das mit solchen Aktivitäten oftmals verbunden ist. Touristen wird ein friedliches Miteinander von Mensch und Tier vorgegaukelt. Die Realität hinter den Kulissen sind jedoch häufig Missstände wie quälerische Haltungen, eine dubiose Herkunft – oftmals aus regelrechten Zuchtindustrien – und brutale Trainingsmethoden, mit denen die Tiere gefügig gemacht werden. Wildtiere sind nicht an die menschliche Umwelt angepasst, die Nähe zum Menschen bedeutet für sie daher erheblichen Stress. Zudem gehen entsprechende Touristenattraktionen nicht nur auf Kosten des Wohlergehens und der Würde der betroffenen Tiere, sondern sind nicht selten auch mit beträchtlichen Artenschutzproblemen verbunden.

Für Wildtiere ist es eine Qual, von Touristen betatscht zu werden. Mit ihrer neusten Kampagne will die TIR auf das Leid von Wildtieren und die grausamen Praktiken, die hinter vielen Touristenattraktionen stehen, aufmerksam machen. Die prägnanten Handabdrücke symbolisieren die Spuren, die der Mensch bei "Hands-on-Begegnungen" mit Wildtieren hinterlässt. Umgesetzt wurde die Kampagne wiederum von der renommierten Kreativ-Agentur Ruf Lanz.

Die Corona-Pandemie zwingt uns zum Innehalten. Die Rückkehr zur Normalität darf keine Rückkehr zu einem rücksichtslosen Umgang mit Tieren bedeuten. Bitte denken Sie bei der Buchung Ihrer nächsten Reise daran und lassen Sie die Finger von Touristenattraktionen mit Wildtieren. Hilfreiche Informationen finden Sie unter [tierimrecht.org/wildlife]https://www.tierimrecht.org/de/wildtiere/).