Bär Napa schläft - ein Weckruf

(Bildquelle: Stefan Eichholzer)

Napa von Arosa hat die Winterruhe angetreten. Nach schicksalshafter Gefangenschaft und schweren Verhaltensstörungen ist das so rasche Zurückfinden von Napa zum natürlichen Verhalten ergreifend. Sein Schlaf, Ausdruck der gelungenen Integration, ist ein Weckruf für den dringlich notwendigen Bärenschutz. Das Arosa Bärenland kündet darum den Ausbau der Bärenpopulation an.

Napa verbrachte Jahre in einem engen, verrosteten Käfig als zur Schau gestellte Attraktion eines serbischen Zirkus. Die Tierschutzorganisation Vier Pfoten befreite ihn und überführte ihn zusammen mit der Ferienregion Arosa ins gemeinsame Projekt Arosa Bärenland, ein gelebtes Engagement des Tierschutzes.

Napa, der sich in seinem Käfig nicht mal aufrichten konnte, hat im weiten und natürlichen Gelände des Arosa Bärenlands rasch Lebens- und Entdeckungsfreude entwickelt. "Die angetretene Winterruhe ist eine erfreuliche Bestätigung der gelungenen Integration und des Rückfindens zum natürlichen Verhalten", sagt Dr. Hans Schmid, wissenschaftlicher Leiter des Arosa Bärenlands.

Napa's krachendes Schnarchen online miterleben

Braunbären halten keinen Winterschlaf, sondern eine Winterruhe. Sie verlassen mehrfach im Winter ihre Höhle und begeben sich alle paar Tage oder durchaus auch nur alle paar Wochen, auf Nahrungssuche. Wie Napa schläft, können sie online live mitverfolgen. Sein krachendes und dennoch herzerwärmendes Schnarchen kann auf arosabaerenland.ch angehört werden.

"Napa ist nicht nur Publikumsliebling, sondern schweizweites Symbol der sehr gelungenen Kombination von Tierschutz und Tourismus. Sein Schlaf ist ein Weckruf für den dringlich notwendigen Bärenschutz", sagt Pascal Jenny, Präsident der Stiftung Arosa Bärenland. "Es bekräftigt uns den Ausbau der Anzahl Bären nun zügig anzugehen", führt er weiter aus.