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Zürich

Studierende wohnen im Alterszentrum

Alterszentrum Klus Park
Alterszentrum Klus Park (Bildquelle: Stadt Zürich)

In zwei Alterszentren der Stadt Zürich wohnen seit Herbst 2019 sechs Studierende. Durch Einsätze für die Bewohnerinnen und Bewohner können die Studierenden ihre Miete reduzieren. Mit dem Pilotprojekt "Generationenübergreifendes Wohnen" realisieren die Alterszentren Stadt Zürich erstmals, dass Jung und Alt unter einem Dach wohnen können.

Die freigewordenen Personalwohnungen in den Alterszentren Klus Park und Rebwies werden seit dem Herbstsemester von fünf Studentinnen und einem Studenten bewohnt. Die neuen Nachbarn der Bewohnerinnen und Bewohner nutzten die Chance am Pilotprojekt "Generationenübergreifendes Wohnen" teilzunehmen. Sie haben sich auf die öffentlich ausgeschriebenen Wohnungsinserate beworben und sind, dank ihrem Vorwissen in Alters- und Pflegethemen, ausgewählt worden.

Seit Herbst 2019 leisten sie einige Stunden pro Woche gemeinnützige Arbeit und können dadurch ihre Mietkosten minimieren. "Ich freue mich, dass wir im Zuge der Vorarbeiten zur neuen Altersstrategie rasch und unkompliziert ein generationenübergreifendes Pilotprojekt lancieren konnten", sagt Stadtrat Andreas Hauri.

Verbindung der Welten von Jung und Alt durch freiwillige Einsätze

Mit den Studierenden wird die Nachbarschaftshilfe in den Alterszentren gelebt. Sie helfen den Bewohnerinnen und Bewohnern bei Computerproblemen, organisieren Lesekreise, Spiel- oder Kochabende. Wünscht jemand eine Begleitung für eine Theater- oder eine Konzertaufführung, können die Studierenden angefragt werden - die Möglichkeiten sind endlos. Die Studierenden wiederum profitieren, neben der vergünstigten Miete, vom Erfahrungsschatz der Hochaltrigen. Die gemeinsamen Aktivitäten lassen sie den Alltag im Alterszentrum durch einen anderen Blickwinkel erleben.

Der erste Eindruck ist durchwegs positiv

Nach rund zwei Monaten geben die Bewohnerinnen und Bewohner der beiden Alterszentren dem Pilotprojekt gute Noten. "Es ist wunderbar, dass wir mit den Studierenden spontan zum Beispiel einen Spaziergang zum See machen können", sagt eine Bewohnerin. Wie sich das generationenübergreifende Wohnen langfristig auf den Betrieb und vor allem auf den Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner auswirkt, wird sich zeigen.