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So wappnen sich Javaneraffen und Co. gegen die Hitze

(Bildquelle: Zoo Basel)

Was hilft Tieren gegen Sommerhitze? Baden, eine Kurzhaarfrisur oder Schwitzen. Im Zoo gibt’s für Nashörner und Javaneraffen zwischendurch eine Glace.

Glaces sind jetzt im Zoo Basel bei den Javaneraffen oder Nashörnern sehr beliebt. Für eine Javaneraffenglace friert man Gemüse- oder Fruchtstücke mit Wasser in einem Pappbecher ein. Die bevorzugte Sorte der Panzernashörner ist Möhre/Banane/Rote Bete. Die Tierpfleger legen für sie die Futterstücke in einen grossen Eimer mit Wasser und frieren das Gemisch für die Nashörner zu einer Riesen-Glace ein.

Mit eingefroren wird eine an einer Metallscheibe befestigte Kette. Das Eis hängt der Tierpfleger - ohne den Eimer natürlich - an einem Ast im Gehege auf, so dass die Nashörner genüsslich daran schlecken können. Die nächste Glace bekommen die Nashörner am Sonntag, den 15. Juli um ca. 10 Uhr. Dann sind sie einige Stunden damit beschäftigt.

Glace - eher lecker als lebenswichtig

Auch wenn die Zootiere die Glace sehr gerne mögen, nötig ist sie nicht. Jede Tierart hat ihre eigenen Strategien, die Sommerhitze zu überstehen. Nashörner nehmen gern ein kühles Bad und vor allem Nashornbulle Jaffna liebt es zu duschen. Er kommt sofort angelaufen, wenn er den Tierpfleger mit dem Schlauch entdeckt. Während des Duschens dreht er sich, damit der Wasserstrahl ja jeden Körperteil erreicht Auch Javaneraffen baden gern. Sie gehören zu den wenigen Affenarten, die regelmässig ins Wasser gehen, um sich abzukühlen und Futter zu suchen.

Viele Zolli-Bewohner kommen aus wärmeren Gefilden und mögen die sommerlichen Temperaturen. Für diejenigen, die eine Abkühlung schätzen, ist in den natürlich strukturierten Anlagen immer eine Kühlmöglichkeit vorhanden: Sei es ein luftiger Schattenplatz, eine Suhle, Dusche oder ein Bad.

Suhlen, hecheln oder schwitzen

Wenn es zu heiss wird, hilft auch Schwitzen. Dies können aber nicht alle Tiere gleich gut. Wir Menschen und andere Primaten, aber auch Pferde, Rinderartige oder Kamele haben besonders viele Schweissdrüsen. Raubtiere haben sie vor allem an den Fussballen und Schweine, Nashörner und Nagetiere können fast nicht oder gar nicht schwitzen. Schweine und Nashörner suhlen sich deshalb gerne im Schlamm, manche Tiere drücken sich an den feuchten Boden, lecken sich das Fell oder sie hecheln.

Letzteres tun auch die Vögel, die ebenfalls keine Schweissdrüsen haben. Pelikane haben unter den Vögeln eine spezielle Kühltechnik: Sie regulieren ihre Körperwärme auch über den Kehlsack - ähnlich wie es der afrikanische Elefant mit seinen grossen Ohren tut. Bei Hitze hecheln Pelikane nicht nur, sondern lassen den mit vielen Blutgefässen versehenen Kehlsack flattern.

Viele weitere Möglichkeiten, die Sommerhitze zu überstehen, sind im Zoo zu sehen: Bisons legen sich im Sommer eine "Kurzhaarfrisur" zu, Schneeleoparden verziehen sich in den Schatten oder ins Innere des Felsens. Die Löwen verbringen praktisch den ganzen Tag schlafend und werden nachts, wenn es kühler wird, aktiv. Eine eher spezielle Variante ist bei den Störchen zu sehen: Sie koten sich auf die Beine, was ihnen eine wenig Kühlung verschafft.

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