Nachwuchs bei den Sumpfspringaffen im Zoo Basel

(Bildquelle: Zoo Basel)

Der jüngste Spross der Sumpfspringaffenfamilie im Zoo Basel turnt schon recht mutig an den Seilen herum. Die in Zoos eher seltenen Äffchen sind Teil eines Erhaltungszuchtprogramms (EEP). Der Zoo Basel unterstützt ein Projekt zum Schutz und zur Erforschung von Springaffen in Peru.

Am 5. Oktober ist im Zoo Basel ein Sumpfspringaffe zur Welt gekommen. Das Junge ist vermutlich ein Männchen und hat den Namen Payaso erhalten. Männchen und Weibchen sind bei jungen Sumpfspringaffen nur schwer zu unterscheiden. Payaso ist das Kind von Chica (9) und Gunther (13). Er ist sehr munter und traut sich bereits ein paar Schritte weg von seiner Mutter. Mutig hangelt der Kleine alleine am Seil, saust aber beim kleinsten Alarmruf der Eltern sofort zurück in die Arme von Mama oder Papa.

Gemeinsam geht's besser

Payaso wird von beiden Eltern herumgetragen. Üblicherweise helfen bei Sumpfspringaffen auch die älteren Geschwister bei der Pflege mit. Doch Marañon (3), das ältere Geschwister, sitzt eher abseits, gesellt sich aber zum Schlafen zur Familie. Auch in der Natur bleiben die älteren Jungen lange in der Familie und helfen bei der Pflege des Nachwuchses mit. Erst wenn die Gruppe zu gross wird, wandern sie ab. Für Gunther und Chica ist Payaso ihr neuntes Junges.

Sumpfspringaffen leben im westlichen Amazonasbecken als monogame Paare mit ihrem Nachwuchs in den bodennahen Etagen des Regenwaldes. Sie sind bekannt für ihre lauten frühmorgendlichen Duettgesänge. Gerne sitzen sie nebeneinander - ihre langen buschigen Schwänze in sich verschlungen. Sumpfspringaffen beanspruchen kleine Territorien von wenigen Quadratkilometern und ernähren sich hauptsächlich von Früchten und Blättern.

Zoo Basel unterstützt Schutzprojekt

Der Zoo Basel engagiert sich seit 2012 für das „Proyecto Mono Tocon“ zur Erhaltung und Erforschung von Springaffen in Peru. Es hat zum Ziel, für wertvolle Gebiete einen offiziellen Schutzstatus zu erlangen. Die Artenvielfalt und die Dichte an Affenarten in den Gebieten werden erfasst und die Bewohner für den Schutz der Tiere sensibilisiert. Zudem ist "Proyecto Mono Tocon" sehr aktiv in der Umweltbildung, entwickelt didaktische Materialien für Schulen und arbeitet mit weiteren Umweltbildungsorganisationen zusammen.

In nur 25 europäischen Zoos können Sumpfspringaffen bewundert werden. Mittlerweile leben insgesamt knapp 98 Tiere in diesen Zoos.