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Forschungserfolg bei der Immuntherapie gegen Krebs

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CC0 Creative Commons (Bildquelle: HolgersFotografie)

Das Universitätsspital Basel kann einen bedeutenden Forschungserfolg im Bereich der Immuntherapie gegen Krebs vorweisen. Eine neue Studie zeigt, wie besser vorausgesagt werden kann, welche Patienten auf eine Immuntherapie ansprechen. Die Forschenden untersuchten die Wirkung von Abwehrzellen in Lungentumoren und fanden heraus, unter welchen Voraussetzungen die Abwehrzellen den Kampf gegen den Krebs erfolgreich führen können. Die Studie einer internationalen Forschungsgruppe ist am Departement Biomedizin der Universität Basel und des Universitätsspitals Basel entstanden.

Das Universitätsspital Basel (USB) hat die Forschung auf dem Gebiet der Immuntherapie gegen Krebs in den vergangenen Jahren konsequent ausgebaut. Ausdruck davon ist unter anderem das 2015 gegründete Kompetenznetzwerk für Immuntherapie am Tumorzentrum des USB. Immuntherapien in der Onkologie mobilisieren das körpereigene Abwehrsystem gegen Krebszellen. Diese Erkenntnis hat die Krebstherapie revolutioniert und dazu geführt, dass Immuntherapien im USB mittlerweile bei etlichen Tumorarten erfolgreich angewendet werden.

Ein bedeutender Erfolg auf dem Forschungsfeld der Immuntherapie ist nun einer internationalen Forschungsgruppe um Alfred Zippelius, Professor für Translationale Onkologie an der Universität Basel und stellvertretender Chefarzt Onkologie am USB, gelungen. Mit der jetzt publizierten Studie wurde aufgezeigt, wie besser vorausgesagt werden kann, wer auf eine Immuntherapie anspricht.

Eine entscheidende Rolle spielt dabei das Protein PD-1. Es befindet sich auf der Oberfläche der Abwehrzellen. Krebszellen können an das Protein andocken, die Abwehrzellen lähmen und sich so vor dem Immunsystem schützen. Wenn die Immuntherapie die Andockstelle blockiert, können die Abwehrzellen ihren Kampf gegen den Krebs wieder aufnehmen.

Höhere Erfolgsquote

Die Forschenden fanden heraus, dass Abwehrzellen mit viel PD-1 besser geeignet sind, den Tumor zu zerstören. Ausserdem sind sie in der Lage, weitere Abwehrzellen herbeizuziehen, um sie im Kampf gegen den Krebs zu unterstützen. Somit haben Patientinnen und Patienten mit PD-1-reichen Abwehrzellen bessere Chancen, auf die Immuntherapie anzusprechen. Für Alfred Zippelius ist klar: «Wenn wir von vornherein sagen können, bei wem die Therapie wirken wird, können wir die Erfolgsquote steigern, aber auch Nebenwirkungen und Kosten reduzieren.»

In einem nächsten Schritt wird es darum gehen, diesen Biomarker im Rahmen von grossen Studien zu validieren. Zudem könnten geeignete Abwehrzellen im Labor gezüchtet, um dann Patientinnen und Patienten verabreicht zu werden. In der so genannten zellulären Immuntherapie wird derzeit in der Schweiz am USB und am Universitätsspital in Lausanne geforscht.

Die Studie, die soeben in der Fachzeitschrift «Nature Medicine» publiziert wurde, wurde vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützt und entstand federführend am Departement Biomedizin der Universität Basel und des USB. Massgebend beteiligt waren auch die Onkologie und die Thoraxchirurgie des USB, die Pathologie des Kantonsspitals Baselland, das Netherlands Cancer Institute in Amsterdam und das Roche Innovation Center.

Artikelfoto: HolgersFotografie (CC0 Creative Commons) - (Symbolbild)

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