Kantone

Erneuter Anstieg der Arbeitsvermittlungen durch die IV-Stellen

(Bildquelle: Free-Photos (CC0))

Schweizweit konnten die IV-Stellen im vergangenen Jahr 21'156 Personen mit einer gesundheitlichen Beeinträchtigung im Arbeitsmarkt eingliedern. Dies bedeutet einen Anstieg von 5% im Vergleich zum Vorjahr und verdeutlicht die wichtige Rolle der Eingliederungsarbeit der IV-Stellen.

Gemäss der IV-Stellen-Konferenz (IVSK) ist die konstant hohe Zahl der Eingliederungen eine Bestätigung der nachhaltigen Arbeit der IV-Stellen - und bedeutet gleichzeitig auch Verantwortung und kontinuierliche Weiterentwicklung. Hinter jeder erfolgreichen Eingliederung stehen verschiedene Akteure: Arbeitgeber, die Offenheit zeigen und Perspektiven bieten; Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen, welche die gebotene Chance wahrnehmen - und schliesslich Eingliederungsberater, welche zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer vermitteln.

"Unsere Eingliederungsfachpersonen spielen eine wesentliche Rolle für die hohe Anzahl an erhaltenen Arbeitsplätzen und neuen Platzierungen von Personen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen", betont auch Monika Dudle-Ammann, Präsidentin der IVStellen-Konferenz. Interesse am Menschen, fachliche Kompetenz, eine exzellente Vermittlungskompetenz und einen guten "Draht" zum Arbeitgeber - all diese Voraussetzungen brauchen die Eingliederungsberater für eine erfolgreiche Arbeit.

Die Zahl der Arbeitsvermittlungen wird jährlich bei den 26 kantonalen IV-Stellen erhoben und von der IV-Stellen-Konferenz veröffentlicht. Die 21'156 Personen, welche 2018 durch die IV-Stellen eingegliedert wurden, umfassen 11'925 Personen die ihren Arbeitsplatz behalten konnten, 1'710 Personen die im gleichen Betrieb in eine neue Stelle wechselten sowie 6‘887 Personen, die in einem neuen Unternehmen einen Arbeitsplatz fanden. Zudem gelang es 634 Personen mit einer laufenden IV-Rente, dank der Unterstützung der IV in der Arbeitswelt Fuss zu fassen. Ganz im Zeichen der Eingliederungsarbeit steht auch der diesjährige Leitsatz der IV-StellenKonferenz: Integration vermittelt Perspektiven.

Durch Frühintervention möglichst viele Arbeitsplätze erhalten

Je früher man gesundheitliche Probleme von Mitarbeitenden erkennt und die IV-Stelle involviert, desto besser und rascher kann diese die geeigneten Massnahmen treffen - entweder für den Erhalt des bestehenden Arbeitsplatzes oder für die Eingliederung in einen neuen Arbeitsplatz.

Zu diesem Zweck wurden die Frühinterventionsmassnahmen der IV geschaffen. Dass sie häufig einem Arbeitsplatzverlust vorbeugen können, zeigt auch der hohe Anteil an Personen, die jedes Jahr durch eine frühzeitige Intervention ihre Stelle behalten können.