Diffamierung der Schweizer Reisebusse unzulässig

Der zerstörte Reisebus wurde abgeschleppt.
Der zerstörte Reisebus wurde abgeschleppt. (Bildquelle: Kantonspolizei Zürich)

Der tragische Unfall eines deutschen Fernbusses in Zürich macht die Schweizer Carbranche tief betroffen. Der Schweiz. Nutzfahrzeugverband ASTAG wehrt sich jedoch entschieden gegen eine Verunglimpfung der gesamten Personenbeförderung auf der Strasse. Schweizer Reisecars sind sehr sicher unterwegs.

Der Schweizerische Nutzfahrzeugverband ASTAG mit der Fachgruppe Car Tourisme Suisse CTS bedauert den Unfall eines deutschen Fernbusses in Zürich zutiefst. Das tragische Ereignis mit einem Todesfall und zahlreichen Verletzten macht die gesamte Schweizer Reisebusbranche tief betroffen. Die ASTAG und CTS sprechen den Angehörigen des Opfers ihr aufrichtiges Beileid aus.

Zugleich ist es jedoch äusserst befremdlich und unfair, dass sofort technische Mängel am betroffenen Fernbus als Unfallursache genannt wurden - ohne Kenntnisse der genauen Umstände bzw. ohne polizeilichen Abschlussbericht. Die Reisebus-Kontrolle der Kantonspolizei Uri, die aktuell häufig erwähnt wird, umfasste lediglich 18 Fahrzeuge, davon stammten 15 (!) aus dem Ausland. Das ist alles andere als repräsentativ, insbesondere nicht für die Schweizer Reisebusbranche, die in Kontrollen stets sehr gut abschneidet.

Daher ist es völlig inakzeptabel bzw. ruf- und imageschädigend, wenn der Polizeikommandant öffentlich dazu aufruft, sich als Kunde genau zu überlegen, "welchem Reiseunternehmen ich vertraue". "Es geht nicht an, aufgrund eines einzigen Unfalls, so tragisch er auch ist, das gesamte Schweizer Reisebusgewerbe richtiggehend zu verunglimpfen", sagt ASTAG-Zentralpräsident Adrian Amstutz.

Sicheres Verkehrsmittel

Vielmehr gehört der Reisebus zu den sichersten Verkehrsmitteln überhaupt. Wie alle verfügbaren Zahlen der Behörden (Bundesamt für Statistik BFS, Bundesamt für Strassen ASTRA) zeigen, gibt es glücklicherweise nur sehr selten Unfälle. Beispielsweise ist die Wahrscheinlichkeit, mit dem eigenen Auto zu verunglücken, rund 10 Mal höher. Ganz grundsätzlich hat sich die Zahl der Unfalltoten seit dem Jahr 2000 mehr als halbiert, die Schweiz hat damit die sichersten Strassen in ganz Europa.

Die ASTAG und ihre Mitglieder setzen zudem mit gezielter Aus- und Weiterbildung der Fahrerinnen und Fahrer alles daran, um die Verkehrssicherheit bestmöglich zu gewährleisten. Daher hält Adrian Amstutz fest: «Die Kunden von Schweizer Reisebusunternehmen dürfen auf die Sicherheit und Qualität vertrauen!».