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Coronavirus - Gelebte Solidarität innerhalb der Zentralschweiz

Symbolbild – Virus unter dem Mikroskop
Symbolbild – Virus unter dem Mikroskop (Bildquelle: qimono auf Pixabay)

Die Zentralschweizer Kantone arbeiten in der Gesundheitsversorgung eng zusammen. Dieser Grundsatz gilt auch während der momentanen aussergewöhnlichen Lage rund um die Corona-Pandemie. Gerade in dieser Situation ist eine gelebte Solidarität unter den Kantonen unabdinglich. Die Zentralschweizer Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren haben sich ausgetauscht und bekräftigen diese gegenseitige Unterstützung: Die Spitäler und Kliniken werden auch in den kommenden Wochen Patientinnen und Patienten aus allen Zentralschweizer Kantonen aufnehmen und behandeln.

In den kommenden Tagen und Wochen ist in der Zentralschweiz mit einem weiteren starken Anstieg an COVID-19-Infizierten zu rechnen. Dabei wird auch die Zahl der Patientinnen und Patienten ansteigen, welche eine Behandlung im Spital benötigen. Auch in dieser Lage werden die Zentralschweizer Spitäler und Klinken weiterhin ihren Versorgungsauftrag für die gesamte Region wahrnehmen.

Spezialisierte Versorgung am LUKS

Die Zentralschweizer Spitallandschaft ist regional organisiert: Die Grundversorgung wird durch die Regionalspitäler sichergestellt. Demgegenüber erfolgt die spezialisierte Spitalversorgung zentral. Vor allem das Luzerner Kantonsspital (LUKS) übernimmt hier am Standort Luzern einen Versorgungsauftrag für die gesamte Zentralschweiz. Diese sinnvolle und effiziente Organisation wird auch weiterhin aufrechterhalten. Dringend notwendige spezialisierte Eingriffe (z.B. Behandlung bei schweren Unfällen, Eingriffe bei Neugeborenen) werden nach wie vor am LUKS durchgeführt – auch für Patientinnen und Patienten, die nicht im Kanton Luzern wohnen. Dasselbe gilt auch für die Rehabilitation, für die etwa die Klink Adelheid in Unterägeri wichtige Angebote für die gesamte Region zur Verfügung stellt.

Medical Center in Nottwil für ganze Zentralschweiz

Der Kanton Luzern wird in den kommenden Wochen das Medical Center Luzern für CoronaPatientinnen und -Patienten aufbauen. Dort werden 200 Betten zur Verfügung stehen, wobei ein weiterer Ausbau möglich ist. Auch diese Plätze stehen bei Bedarf für Patientinnen und Patienten aus den anderen Zentralschweizer Kantonen zur Verfügung. «Es ist für uns selbstverständlich, dass wir in dieser Situation nicht nur den Kanton Luzern, sondern die gesamte Zentralschweiz im Auge haben», führt der Luzerner Gesundheitsdirektor Guido Graf aus.

Auch Rettungsdienst endet nicht an Kantonsgrenzen

Auch die Rettungsdienste der Zentralschweizer Kantone werden weiterhin Einsätze in anderen Kantonen fahren. Grundsätzlich wird bei jedem eingehenden Notfall dasjenige Rettungsfahrzeug aufgeboten, das am schnellsten beim Einsatzort eintreffen kann – unabhängig davon, ob es sich um ein Fahrzeug aus einem anderen Kanton handelt oder nicht. An dieser Strategie wird in der jetzigen Situation unverändert festgehalten.

Dank an Personal in Spitälern, Heimen und Spitex

Die vorhandenen Betten und Behandlungsplätze können nur dann genutzt werden, wenn auch das entsprechende Personal zur Verfügung steht. Die Zentralschweizer Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren sprechen deshalb in dieser Zeit einen speziellen Dank an alle Mitarbeitenden in den Spitälern, den Pflegeheimen und in der Spitex aus. Sie leisten Ausserordentliches unter schwierigen Umständen. Es freut die Zentralschweizer Kantone, dass in dieser Situation auch die Lernenden am Bildungszentrum Gesundheit Zentralschweiz XUND für einen Praxiseinsatz in den Zentralschweizer Gesundheitseinrichtungen zur Verfügung stehen.

Vorbereitungen wurden getroffen

In den letzten Wochen standen intensive Vorbereitungen im Zentrum, wie diese Situation am besten gemeistert werden kann. Die kommenden Wochen werden nun eine enorme Herausforderung darstellen. «Wir können uns glücklich schätzen, auf motiviertes und gut qualifiziertes Personal zurückgreifen zu können. Im Namen der gesamten Zentralschweiz möchte ich diesen Personen einen besonderen Dank und unsere Anerkennung aussprechen», bekräftigt der Zuger Gesundheitsdirektor und Präsident der ZGDK, Martin Pfister.