Zuwanderung in die Schweiz nimmt weiterhin ab

17.07.2017 13:50 | Von: SEM

Im ersten Halbjahr 2017 hat die Nettozuwanderung erneut abgenommen: Zwischen Januar und Juni 2017 sind unter dem Strich 25'526 Personen in die Schweiz eingewandert - im Vergleich zur Vorjahresperiode eine Abnahme von rund 12 Prozent. Dabei war mit -21,5 Prozent insbesondere der Wanderungssaldo der EU/EFTA-Staatsangehörigen rückläufig. Ende Juni 2017 lebten knapp über 2 Millionen Ausländerinnen und Ausländer in der Schweiz. 68 Prozent der ständigen ausländischen Wohnbevölkerung stammt aus den EU/EFTA-Staaten.


Die Einwanderung in die ständige ausländische Wohnbevölkerung hat zwischen Januar und Juni 2017 im Vergleich zur Vorjahresperiode um 6,0 Prozent (-4'069 Personen) abgenommen. Eine Abnahme hat sowohl bei der Einwanderung aus der EU/EFTA (-7,6%) als auch aus den Drittstaaten (-2,2%) stattgefunden. Im gleichen Zeitraum sind 35'411 Ausländerinnen und Ausländer ausgewandert, 2,3 Prozent (-837 Personen) weniger als in der Vorjahresperiode. Damit betrug der Wanderungssaldo im ersten Halbjahr 2017 25'526 Personen. Dies stellt im Vergleich zur selben Periode im Vorjahr eine Abnahme von 12 Prozent (-3464 Personen) dar.

Insbesondere der Wanderungssaldo der Personen aus den EU/EFTA-Staaten war rückläufig: Ihr Wanderungssaldo hat um gut einen Fünftel (-21,5% bzw. -4'107 Personen) abgenommen. Betrachtet man bei dieser Gruppe die Zahlen isoliert für das zweite Quartal 2017, so stellt man einen Wanderungssaldo von 6'477 Personen fest - der tiefste Wert seit dem zweiten Quartal 2005.

Von den 2'042'132 Ausländerinnen und Ausländern, die Ende Juni 2017 in der Schweiz lebten (ständige ausländische Wohnbevölkerung), stammt die Hälfte aus den EU-Staaten Italien (15,6%), Deutschland (14,9%), Portugal (13,2%) und Frankreich (6,3%).

Fast 70'000 Einwanderer im ersten Halbjahr 2017

Im ersten Halbjahr 2017 sind gesamthaft 69'159 Personen aus der EU/EFTA in die Schweiz eingewandert, um hier zu arbeiten (ständige und nicht ständige ausländische Wohnbevölkerung). Im Vergleich zur Vorjahresperiode entspricht dies einer Abnahme von 1,8% (-1'268 Personen).

Beim Familiennachzug ist zwischen Januar und Juni 2017 eine Abnahme von 7,7% (-1'598 Personen) festzustellen. Dabei hat sowohl der Familiennachzug der Schweizerinnen und Schweizer (-9,4%; -431 Personen) als auch derjenige der Ausländerinnen und Ausländer (-7,2%; -1'167 Personen) abgenommen.

Artikelfoto: mightymightymatze (CC BY-NC-2.0)

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