Zusätzliche Sicherheit auf der Strasse durch unabhängige Tests

13.09.2017 09:39 | Von: TCS

Seit 20 Jahren unterstützt der TCS das Crashtest-Programm Euro NCAP. Das Programm hat massgeblich dazu beigetragen, die Sicherheit von Fahrzeugen zu verbessern. Im Rahmen von Euro NCAP führt der TCS auch eigene Crashtests durch.


Um Fahrzeughersteller zu veranlassen, die aktive und passive Sicherheit von Autos weiterzuentwickeln, gründete die Europäische Kommission das Euro NCAP Programm (European New Car Assesment Programme). Unter der Schirmherrschaft der AIT und der FIA wurde dieses Programm von den meisten europäischen Ländern, Konsumentenschutzorganisationen und Automobilclubs unterstützt.

Sicherere Autos

Seit 1997 wurden im Rahmen des Euro NCAP Programms 1'800 Autos Crashtests unterzogen. Dadurch konnten zwischen 1998 und 20151 auf europäischen Strassen insgesamt 78'000 Todesfälle verhindert werden. Dank der Euro NCAP Testergebnisse konnten Hersteller bei den Fahrwerken, Karosserien und den Sicherheitsausstattungen Verbesserungen vornehmen, um so die Sicherheit der Fahrer, der Passagiere und anderer Verkehrsteilnehmer zu erhöhen.

Eine positive Bilanz, welche auf drei Hauptentwicklungsachsen zurückzuführen ist. Bei den Fahrzeugen (Technik, Vorschriften), den Menschen (Training, Prävention, Repression) und der Infrastruktur. In diesen Bereichen engagiert sich der TCS fortlaufend auf dem politischen Parkett und als Konsumentenschutzorganisation.

Welche Fortschritte sind in Zukunft zu erwarten?

Fahrassistenztechnik wird immer populärer. Das Euro NCAP-Programm führte neue Beurteilungskriterien ein, unter welchen neu auch automatische Bremsen aufgelistet sind. Wie kürzlich vom TCS durchgeführte Tests gezeigt haben, muss an deren Wirksamkeit jedoch noch gearbeitet werden. In seiner 2025-Roadmap zielt die Organisation nun auf die allgemeine Umsetzung neuer Technologien, die nicht nur die Insassen des Fahrzeugs schützen, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer. Solche Techniken werden laufend weiterentwickelt. Diese Fortschritte bei der Entwicklung autonomer Autos werden die Sicherheit zusätzlich erhöhen und der Faktor Mensch wird an Bedeutung verlieren.

Demonstration durch konkrete Tests

Seit 1966 führt der TCS unabhängige Tests in unterschiedlichen Bereichen der individuellen Mobilität durch. Seit 1988 lässt der TCS regelmässig Crashtests durchführen, um die Öffentlichkeit, die Behörden und Strassenfachleute (Bauarbeiter, Zulieferer, Transporteure usw.) zu sensibilisieren. In diesem Rahmen nehmen Ingenieure jährlich spezifische Crashtests an Kindersitzen vor.

Zudem wurden verschiedene Crashtests organisiert, um ein ganz spezielles Thema in den Fokus zu rücken. Mit einem der jüngsten Beispiele konnten die Schweizer Transporteure 2013 mittels eines Crash eines mit Längssitzen ausgestatteten Mini-Busses dazu angeregt werden, den Einsatz solcher Sitze schrittweise aufzugeben.

Im gleichen Jahr zeigte der Crash eines Autos, das von hinten in einen Lastwagen prallte, dass Personenwagen in solchen Situationen zusammengequetscht werden und unter dem LKW erst relativ spät zum Stillstand kommen. Dieses Jahr konnten anhand des Crash eines Campingwagens die mit nachlässigem Verhalten verbundenen Gefahren gezeigt werden (nicht angegurtete Kinder, im Auto "herumfliegende" Objekte usw.).

Operation "richtiges Verhalten"

Der TCS führt in Zusammenarbeit mit der Waadtländer Kantonspolizei im Rahmen von Präventionskampagnen zum "richtigen Verhalten" auch Unfallsimulationen durch. Diese spektakulären Operationen stossen bei den Medien auf grosses Interesse und sorgen so dafür, dass die Botschaft bei den Verkehrsteilnehmern auch wirklich ankommt.

Im Jahr 2017 konnte anhand der Kollision eines Autos mit einem LKW-Puffer auf der Autobahn auf die mit Ablenkung am Steuer verbundenen Gefahren hingewiesen werden (Verwendung eines Smartphones beim Fahren). Bei diesen Simulationen werden Rettungsdienste aufgeboten, die sich um das verunfallte Fahrzeug kümmern. Solche Situationen bieten auch Gelegenheit, um den Nutzen der TCS-Rettungskarten, mit welchen bei eingeklemmten Passagieren Zeit gewonnen und Leben gerettet werden kann, zu zeigen.

1 Schätzung zur Anzahl vermiedener Todesfälle bei Autoinsassen zwischen 1998 und 2015, gemäss PIN-Report 2016 des ETSC.

Artikelfoto: TCS

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