Wolfriss im Appenzellerland

(Bildquelle: infoticker)

Vor rund drei Wochen stellte die Ausserrhoder Wildhut auf der Alp Sauböhl in Urnäsch ein von Raubtieren gerissenes Reh sicher. Die genetische Untersuchung bestätigt nun, dass das Tier von einem Wolf getötet wurde.

Dank des Hinweises eines Anwohners konnte der Ausserrhoder Wildhüter am 19. März im Gebiet Sauböhl in Urnäsch eine gerissene Rehgeiss auffinden. Da das Rissbild nach Abklärungen keine eindeutige Bestimmung der Todesursache zuliess, wurden DNA-Proben sichergestellt. Die Untersuchung der Probe am Laboratoire de Biologie de la Conservation der Universität Lausanne hat nun ergeben, dass sie von einem Wolf mit italienischer Herkunft ist.

Angaben zum Geschlecht und zur Abstammung des Tieres werden weitere Untersuchungen liefern. Dies ist, nach dem Wolfsriss von zwei Milchschafen in Heiden im Juni letzten Jahres, bereits der zweite sichere Nachweis dieses Grossraubtieres in Appenzell Ausserrhoden.

Seit dem Auffinden des gerissenen Rehs sind im Gebiet des Appenzeller Hinterlandes keine weiteren ungeklärten Funde von Fallwild gemacht worden. Ebenso liegen der Jagdverwaltung keine Meldungen von Rissen von Haustieren vor. Da seither auch sonst keine ungewöhnlichen Beobachtungen gemeldet worden sind, geht die Jagdverwaltung davon aus, dass der Wolf höchstwahrscheinlich nicht mehr im Gebiet weilt und weiter gezogen ist.