Unternehmen und HSR-Studierende auf Augenhöhe

17.11.2017 12:42 | Von: bag

Zum vierten Mal organisierten die Career Services der HSR Hochschule für Technik Rapperswil am Donnerstag, 16. November 2017 die Lange Nacht der Karriere. Die Veranstaltung hob sich durch einen lockeren Rahmen ab, in dem sich HSR-Studierende und Unternehmensvertreterinnen und -vertreter kennenlernten und Kontakte für die Zukunft knüpften. Mehr als 300 HSR-Studierende nutzten die Gelegenheit, mit ihren möglichen künftigen Arbeitgebern Gespräche zu führen oder sich bei Beratungs-Workshops für Bewerbungen fit zu machen.


Kaderleute von Firmen wie ABB oder EMS-Chemie beim Töggeli-Turnier kennenlernen oder im Studierenden-Wohnzimmer mit Ingenieuren von Noser Engineering über aktuelle Technologien fachsimpeln? In der Lounge von PwC über digitale Themen von morgen sprechen oder beim Live-Hacking im Cyber-Defence-Workshop des Eidgenössischen Verteidigungsdepartements die neuesten Angriffs- und Abwehrstrategien erleben und diskutieren?

An der gestrigen Langen Nacht der Karriere nutzten rund 300 HSR-Studierende die Gelegenheit, auf Augenhöhe mit künftigen Arbeitgebern über ihre berufliche Zukunft, die Aussichten und Trends der Branchen zu sprechen. Zudem feilten sie in Workshops an eigenen Bewerbungs-Profilen.

Win-Win für Studierende und Unternehmen

Die Arbeitgeberinnen und -geber hatten ebenfalls grosses Interesse daran, direkt mit den HSR-Studierenden ins Gespräch zu kommen. In den MINT-Fachgebieten, in denen die HSR fokussiert ausbildet, übersteigt die Nachfrage nach Fachkräften das Angebot auf dem Arbeitsmarkt bei Weitem. Vor diesem Hintergrund war die Lange Nacht der Karriere ein WinWin-Event für Studierende und Arbeitgeber.

Die HSR-Studierenden konnten sich bei diversen Workshops wie CV-Checks, Probe-Vorstellungsgesprächen oder Auftritts-Trainings von Unternehmensvertretern von Zühlke Engineering, Migros IT-Services oder Consult & Pepper beraten lassen. Die Unternehmen knüpften im Gegenzug persönliche Kontakte zu den Studierenden aus den begehrten Bereichen Technik, Informatik und Umwelt im Bestreben, die Nachwuchskräfte für sich zu gewinnen.

Nach dem offiziellen Ende am Donnerstagabend gegen 22 Uhr dauerten die laufenden Beratungsgespräche und der Austausch mit den Unternehmen weiter an. Fortgesetzt wurde die Lange Nacht der Karriere heute mit einem CEO-Frühstück, bei dem Geri Moll (CEO, Noser Engineering AG) und Philipp Sutter (CEO, Zühlke Engineering AG) ihren Weg bis an die Spitze der Karriereleiter reflektierten.

Die HSR-Studierenden nutzten die Gelegenheit zum Nachfragen und holten sich einige wertvolle Tipps für ihre Karriereplanung. Etwa, dass sich die Karriere nicht direkt nach dem Studium planen lässt. "Chancen kommen nie zum richtigen Zeitpunkt. Deshalb sollte man nicht auf den richtigen Zeitpunkt für den nächsten Karriereschritt warten, sondern Chancen packen, wenn sie sich ergeben", sagte Sutter.

Weiterbildungsmöglichkeiten nutzen, Verantwortung übernehmen

Angesprochen auf ihren Bildungsweg bis zum CEO waren sich Sutter und Moll einig, dass man Weiterbildungsentscheidungen auf den eigenen Weg abstimmen sollte. "Eine Wirtschaftsweiterbildung ist für einen Ingenieur zum Beispiel sinnvoll, wenn man merkt, dass dieses Wissen für die nächsten Schritte nützlich wäre", sagte Moll. Laut Sutter habe man in der Schweiz sehr gute Möglichkeiten, den eigenen beruflichen Weg durch Weiterbildungen ständig nachjustieren zu können: "Das sollte man nutzen."

Auf die Frage von Moderator und HSR-Institutsleiter Stefan Kammhuber, was Sutter und Moll rückblickend vielleicht anders gemacht hätten, zeigten sich die beiden Top-Kader von der pragmatischen Seite. "Ich funktioniere bei sich ergebenden Gelegenheiten nach dem Why-notPrinzip und schaue immer nach vorne. Wenn ich etwas anders gemacht hätte, wäre es sicher auch gut herausgekommen", sagte Sutter.

Auch Moll neigt nicht zu "Was wäre gewesen, wenn"-Fragen: "Die Vergangenheit kann man sowieso nicht umkehren." Um sich bei der Besetzung von Kaderstellen als Kandidat gut zu positionieren, sei es wichtig, sich engagiert zu zeigen und gerne Verantwortung zu übernehmen. "Ob man ein bisschen besser als alle anderen programmieren kann, ist nicht so entscheidend", so Moll.

Artikelfotos: HSR

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