Magdeburg SA - Drei Studenten retten Mann das Leben

14.02.2018 17:57 | Von: Bundespolizeiinspektion Magdeburg

Am heutigen Valentinstag bekam die Bundespolizeiinspektion Magdeburg Besuch von einer 20-jährigen Politik- und Kulturwissenschaftsstudentin. Sie rettete gemeinsam mit zwei weiteren Studenten und Bundespolizisten am 10. Dezember 2017 einem 67-jährigen Mann auf dem Hauptbahnhof Magdeburg das Leben.


Der Mann hatte aus medizinischen Gründen eine Kanüle in der Vene. Als er in seinen bereitstehenden Zug auf Bahnsteig 5 einsteigen wollte, setzte er sich seinen Rucksack auf. Dabei riss er sich versehentlich die Kanüle aus der Vene, die dabei aufriss. Der verletzte Mann verlor binnen kurzer Zeit sehr viel Blut.

Die drei Studenten reagierten sofort: Die Politik- und Kulturwissenschaftsstudentin besorgte aus einem Geschäft am Hauptbahnhof Verbandsmaterialien. Ihre Kommilitonen, darunter eine Medizinstudentin, legten dem Verletzten einen Druckverband an. Nach Aussage des herbeigerufenen Rettungssanitäters wäre der Mann vermutlich ohne das aktive Handeln der Studenten verblutet. Er wurde in ein Krankenhaus eingeliefert.

Urkunde für Zivilcourage

Da sich die 20-jährige Medizinstudentin derzeit in Berlin und der 20-jährige Mann in Mannheim aufhalten, nahm nur Jennifer M. die Einladung der Bundespolizei an. Der Inspektionsleiter der Bundespolizeiinspektion Magdeburg, Dr. Alexander Schmelzer, bedankte sich ausdrücklich bei der jungen Frau und verlieh ihr für dieses couragierte und beispielhafte Verhalten die "Urkunde für Zivilcourage" sowie ein kleines Präsent.

Für ihre beiden Mitstreiter empfing sie ebenfalls die Urkunden und weitere Präsente, die sie den Beiden bei ihrem nächsten Treffen mit einem Dankeschön und einem herzlichen Gruß der Bundespolizei überbringen wird.

Artikelfoto: Bundespolizeiinspektion Magdeburg

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