Laptops und Tablets in der Schule mindern den Lerneffekt

12.02.2018 13:34 | Von: bag

Laptops in der Schule haben für die Schüler einen negativen Einfluss. Gemäss einer Studie ist die Technologie im Klassenzimmer grundlegend nur für die Lehrer sinnvoll.


Laptops, iPads und E-Books, die im Klassenzimmer für schulische Zwecke genutzt werden, beeinträchtigen das Lernen der Schüler negativ. Das zeigt eine aktuelle Studie der Consulting-Firma McKinsey.

Computer für Lehrer sinnvoll

In der Forschungsarbeit haben sich die Researcher mit fünfzehnjährigen Schulkindern in Europa befasst. Während Technologie das Lernen ausserhalb der Schule sinnvoll unterstützen kann, hat die Nutzung im Klassenzimmer oft eine ganz andere Wirkung. Den Schülern den Zugang zu E-Books, Tablet-Computern und Laptops innerhalb des Klassenzimmers zu ermöglichen, war in der Studie jeweils mit einer signifikant niedrigeren Bildungsleistung verbunden. Hingegen schadete es nicht, wenn ausschliesslich Lehrer Zugang zu Technologie hatten.

"In einigen Ländern hat das Hinzufügen eines Lehrer-Computers pro Klassenzimmer die Bildungsleistung mehr als verzehnfacht - im Gegensatz dazu, wenn im gleichen Klassenzimmer ein einziger Schüler-Computer errichtet wurde", erklären die Forscher.

Die Ergebnisse der Studie könnten Einfluss auf ein Umdenken in Bezug auf Technologieansätze in Schulen haben - zudem auch auf staatliche Massnahmen zur Förderung des Zugangs zu Technologie im Unterricht. Dennoch haben sich die Experten ausschliesslich mit aktuell eingesetzter Hardware und nicht mit der Software beschäftigt.

Schulsysteme langfristig ändern

"Schulsysteme sollten sicherstellen, dass Informations- und Kommunikationstechnologie-Programme in den Lehrplan und in den Unterricht integriert und durch professionelle Entwicklung und Coaching von Lehrkräften unterstützt werden", raten die Researcher.

Die Studie zeigt auch, dass die grundlegende Denkweise einzelner Schüler mehr Einfluss auf ihre Ergebnisse haben kann als der sozioökonomische Hintergrund. Es stellte sich heraus, dass Schüler aus ärmeren Verhältnissen, die sich darauf konzentrierten, mehr zu tun als erwartet und an Aufgaben arbeiteten, bis alles perfekt war, besser abschnitten als Schüler aus wohlhabenderen Gegenden, die insgesamt wenig motiviert waren.

Artikelfoto: Wolfgang Franz (CC BY-NC 2.0) 

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