Helle Köpfe sieht man auch im Dunkeln

15.11.2017 11:35 | Von: bag

Bei Dämmerung und Nacht, aber auch bei Nebel oder Regen sind Farben und Details schlechter erkennbar. Dunkel gekleidete Personen als Fussgänger sowie Velos und Autos mit fehlendem oder ungenügendem Licht werden deshalb oft übersehen. Schweizweit führt die Polizei mit Partnern am morgigen "Tag des Lichts" Aktionen durch, um die Bevölkerung zu sensibilisieren. Höhepunkt bildet ein auf dem Bundesplatz stattfindender Anlass im Rahmen der Kampagne "MADE VISIBLE" von TCS, bfu - Beratungsstelle für Unfallverhütung und der Kantonspolizei Bern.


Nachts sowie bei Regen und Schnee ist die Sicht stark eingeschränkt. Der weitaus grösste Anteil der Informationen im Verkehr wird über das Auge aufgenommen. Daher ist das Unfallrisiko in der Dämmerung und Nacht dreimal so hoch wie bei Tageslicht, bei Nebel oder Schneefall sogar zehnmal so hoch. Laut bfu - Beratungsstelle für Unfallverhütung geschehen am Feierabend zwischen 17 und 18 Uhr besonders viele Unfälle. Genau die Zeit also, in der es momentan bereits dunkel ist.

In den Wintermonaten wird meist dunkle Kleidung getragen, was für die sogenannt verletzlichen Verkehrsteilnehmer wie Fussgänger und Velofahrer gefährlich sein kann. Autofahrer erkennen Fuss­gänger und Velofahrer im Licht der Scheinwerfer erst aus rund 25 Metern. Tragen diese helle Kleidung, erhöht sich die Distanz auf 40 Meter, bei lichtreflektierenden Materialien sogar auf 140 Meter. Entsprechende Accessoires gibt es genug: Leuchtwesten, Arm- oder Fussgelenkbinden, Leuchtmaterial für Mützen und Schultaschen ermöglichen es, frühzeitig von jeder Seite gesehen zu werden.

Velofahrer achten zudem auf eine intakte Beleuchtung, von Vorteil auch mit Standlichtfunktion. Autofahrer ihrer­seits sollten doppelt vorsichtig sein, ihr Dämmerungssehvermögen regelmässig überprüfen lassen und sicherstellen, dass die Autoscheinwerfer einwandfrei funktionieren.

Überall im Land führt die Polizei mit verschiedenen Partnern anlässlich des "Tags des Lichts" am 16. November Aktionen durch, um die Bevölkerung zu sensibilisieren. Höhepunkt bildet ein auf dem Bundesplatz stattfindender Anlass im Rahmen der Kampagne "MADE VISIBLE" von TCS, bfu und der Kantonspolizei Bern.

Die wichtigsten Tipps auf einen Blick

Für Fussgänger

Tragen Sie helle Kleider mit lichtreflektierenden, rundum sichtbaren Materialien. Besonders wirkungsvoll sind reflektierende Materialien an bewegten Körperteilen, z. B. Bänder an Fuss- und Handgelenken.

Für Velofahrer

Am Velo sind Beleuchtung und Reflektoren vorne, hinten und an den Pedalen gesetzlich vorgeschrieben (davon ausgenommen sind Rennpedale, Sicherheitspedale und dergleichen). Verwenden Sie am besten eine fest montierte Beleuchtung und Zusatzlichter am Körper. Überprüfen Sie deren Funktions­tüchtigkeit regelmässig. Speichenreflektoren oder reflektierende Pneus sorgen für seitliche Sichtbarkeit.

Für Autofahrer

Achten Sie auf einwandfrei funktionierende Beleuchtung. Passen Sie Ihre Fahrweise der Sicht und der Witterung an. Sorgen Sie zudem rundum für Klarsicht, indem Sie Front- und Heckscheiben sauber halten. Schnee und Eis haben dort nichts zu suchen. Achten Sie beim Autokauf zudem darauf, dass das Fahrzeug mit Kurvenlicht ausgerüstet ist.

Artikelfoto: gtarantino (CC BY-ND 2.0)

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