Dezember der Superlative und der Rekorde

Der Dezember fiel besonders in der Höhe rekordmässig warm aus, zudem deutlich zu trocken und mit extremviel Sonnenschein!

Das Wetter im Dezember 2015 Zwar ist der Dezember noch in vollem Gange, trotzdem lassen sich dank der Aussichten bis Ende Monat bereits viele Rekorde feststellen! Sonnenmässig wurden wir in diesem Dezember extrem verwöhnt, zu verdanken ist dies insbesondere dem anhaltenden Hochdruckeinfluss und den trotzdem nur selten auftretenden Nebellagen. In St. Gallen beispielsweise schien die Sonne doppelt so lang wie in einem normalen Dezember! Auch Basel und Luzern erhielten mehr als anderthalb mal soviel Sonnenschein wie normal. Bei den Bergstationen ist der Sonnenüberschuss nicht derart frappant, dafür war der Dezember dort verbreitet der wärmste Dezember seit Messbeginn. Als Beispiel sei der Säntis genannt, der den bisherigen Dezemberrekord von -2.4 Grad aus dem Jahr 1989 bis zum heutigen Tag nochmals um fast 2 Grad übertrifft! Die Abkühlung in der Höhe der folgenden Woche dürfte diesen Wert zwar noch etwas reduzieren, ein Rekord dürfte aber mit grosser Wahrscheinlichkeit auf sicher sein! Auch in den tiefen Lagen waren die Temperaturen im Dezember dieses Jahres bis jetzt im Vergleich zum langjährigen Mittel (1981 bis 2010) deutlich zu hoch. Hier war es im Schnitt 1 bis 2 Grad wärmer als normal, die leicht erhöhten Lagen oberhalb von rund 500 Metern haben vielerorts einen so milden Dezember erlebt, wie noch nie! Wie der Säntis dürfte beispielsweise auch die Stadt St. Gallen den bisherigen Rekord von 4.5 Grad aus den Jahren 1880 und 1886 deutlich übertreffen.

Dazu fiel der Dezember im ganzen Land viel zu trocken aus, es fiel lediglich im Norden etwas Niederschlag (trotzdem nur 10- 20% des Durchschnitts!). Wenn wie prognostiziert bis Ende Jahr nur noch wenig Niederschlag fällt, reiht sich dieser Dezember auch diesbezüglich weit vorne in den Annalen ein, es dürfte beispielsweise am Flughafen Zürich der zweit- oder dritttrockenste Dezember seit Messbeginn werden! Im Tessin und Teilen Graubündens gab es nach dem bereits komplett trockenen November weiterhin keinen Regen, was teils grosse Waldbrandgefahr zur Folge hat. Zwar sind einzelne trockene Monate diesen Ausmasses im Süden der Schweiz keine totale Ausnahme, die Aneinanderreihung solch trockener Monate ist aber aussergewöhnlich!

Verantwortlich für die deutlich zu hohen Temperaturen, die vielen Sonnenstunden sowie die Trockenheit war die über den ganzen Dezember andauernde Hochdrucklage, welche Frontensystemen den Weg nach Mitteleuropa versperrte sowie die andauernde Zufuhr milder Luftmassen. Bis zum folgenden Montag bleibt das Wetter weiterhin hochdruckbestimmt, nur am Dienstag und an Sylvester erreichen uns schwache Störungszonen. Die Rekorde dürften aber grösstenteils bis Ende Monat Bestand haben!