Ausstellung zur Honigbiene im Tierpark Goldau

19.09.2017 13:01 | Von: Natur- und Tierpark Goldau

Bienen sind für den Menschen unbezahlbar nützlich und durch die moderne Zivilisation bedroht. Mit dieser Ausstellung stellt der Natur- und Tierpark Goldau die "kleinen Tausendsassas" in den Mittelpunkt.


Im Bienenkorb summt und brummt es von allen Seiten - fast wie in einem echten Bienenstock. Die Ausstellung im Natur- und Tierpark Goldau ist in einem Bienenkorb gebaut, denn früher wurden Bienen in solchen aus Stroh geflochtenen Körben gehalten. Dank Soundeffekten kann man die Stimmung im Bienenvolk direkt nachempfinden.

"Der Mensch wird beim Besuch der Ausstellung Teil des Bienenvolks", erzählt Daniel Buresch, Leiter Umweltbildung im Natur- und Tierpark Goldau. Damit die Illusion der Bienenwelt perfekt wird, befinden sich alle Informationen über die Bienen auf einer wabenartigen Struktur. Grosse und kleine Entdecker und Entdeckerinnen tauchen in die Welt der Bienen ein und kommen deren Lebensweise und ihrer Bedeutung für den Menschen auf die Spur.

Bienen - Schwerarbeiterinnen im Blumenmeer

Bienen sind aus dem Alltag der Menschen nicht wegzudenken. Sei es am Morgen mit einem Honigbrot zum Frühstück, mit dem durch die Insekten bestäubten Apfel in der "Znünipause" und am Abend mit dem Film von "Biene Maja" vor dem Fernseher. "Bienen erbringen einen Service public für die Landwirtschaft", erklärt Daniel Buresch.

Weltweit gesehen liegen die Bienen an erster Stelle, wenn es darum geht, landwirtschaftliche Nutzpflanzen zu bestäuben. So werden zum Beispiel Äpfel, Kirschen und Raps von Bienen bestäubt. Die Honigbiene ist für diese Aufgabe perfekt ausgerüstet. Ihr Haarkleid eignet sich hervorragend für das Hängenbleiben von Pollenkörnern und deren Übertragung. Nicht umsonst gilt die Honigbiene als fleissig: Ein Bienenvolk besteht aus ca. 30'000 - 50'000 Bienen und ist in der Lage, an nur einem Tag 12 Millionen Blüten zu besuchen.

Erste Etappe des Insektenwegs

In der Nähe der Gemeinschaftsanlage für Bär und Wolf entsteht der Insektenweg. Die neu eröffnete Ausstellung zur Honigbiene ist der erste Teil des Pfads mit insgesamt fünf Stationen. Die Stationen werden in den nächsten Monaten etappenweise eröffnet.

Neben den Bienen sind Ausstellungen zu den Ameisen, den Wildbienen, zum Totholz und ein Schmetterlings-Garten geplant. Der Insektenweg rückt im Natur- und Tierpark Goldau die kleinen Lebewesen ins Rampenlicht und zeigt damit beispielhaft, dass die Natur nur als Netzwerk von Gross und Klein funktioniert.

Artikelfotos: Natur- und Tierpark Goldau

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