App bewahrt Kinder vor Sexting

13.11.2017 12:13 | Von: pad

Eine App soll Kinder vor Sexting schützen. Eine im Hintergrund aktive Software weist die Nutzer auf ungeeignete Inhalte hin.


Die App "Oyoty" soll Eltern dabei helfen, ihre Kinder vor Sexting und bösen Fallen im Social Web zu schützen. Die Anwendung agiert diskret im Hintergrund und analysiert Inhalte, die ein User verfasst. Wird auffälliges Material entdeckt, geht Oyoty in einer Art Chat auf das Kind ein und alarmiert gegebenenfalls sogar die Eltern.

Aufmerksamer Beobachter

"Immer öfter gehen sehr junge Kinder ins Internet. Die Industrie tut in dieser Hinsicht nicht genug, diese Tatsache wahrzunehmen. Studien zeigen, dass Kinder bereits acht, neun und zehn Stunden am Tag auf Plattformen verbringen - ohne Aufsicht", so der Entwickler Deepak Tewari. "Es geht uns jedoch nicht darum, Kindern zu sagen, was sie tun sollen, sondern sie auszubilden und ihnen dabei zu helfen, ihre eigenen fundierten Entscheidungen zu treffen."

Oyoty erkennt als eine Art Künstliche Intelligenz beispielsweise, wenn ein Kind ein sehr freizügiges Bild versenden oder in einem sozialen Netzwerk hochladen will. Kommt dies vor, startet die Software eine Konversation auf dem Display. "Man sieht ziemlich viel Haut in dem Foto. Ich denke, du solltest vielleicht nochmal stoppen und darüber nachdenken, ob du das Bild wirklich veröffentlichen möchtest. Würdest du dich schämen, wenn deine Eltern das Foto sehen würden?", fragt der Oyoty-Bot. Nach diesem Hinweis kann der User drei verschiedene Optionen auswählen.

Ausbilden statt verbieten

Entweder der User überlässt es Oyoty, das Foto wieder zu löschen, oder er gibt an, dass er selbst dafür sorgt. Darüber hinaus kann Oyoty im Hintergrund die Eltern darüber informieren, was ihr Kind veröffentlichen möchte. Doch dies ist laut den Entwicklern nicht Sinn der Sache. Vordergründlich sei es wichtig, Kindern zu erklären, warum bestimmte Inhalte nicht zum Teilen geeignet sind. Weil Oyoty genau erklärt, weshalb es ein bestimmtes Foto nicht gut findet, würde man das Kind auf freundliche Weise zum Nachdenken anregen.

Artikelfoto: marcino (CC0 Creative Commons)

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