Zürich

Zürich ZH - 1-jährige Zwischenlösung bei der Unterbringung von Asylsuchenden

Stadt Zürich
Stadt Zürich (Bildquelle: Wikipedia)

Ab Spätsommer 2018 wohnen Personen, die in Zürich das beschleunigte Asylverfahren durchlaufen, an zwei unterschiedlichen Standorten: Einerseits im Zentrum Juch in Altstetten, andererseits in der Halle 9 in Oerlikon. Nötig wurde diese Lösung, weil der Bau des neuen Eishockey-Stadions auf einem Teil des Juch-Areals im Herbst 2018 beginnt und das zukünftige Bundesasylzentrum auf dem Duttweiler-Areal erst im Sommer 2019 fertig gestellt wird.

Für die Durchführung des Testbetriebs für beschleunigte Asylverfahren stellte die Stadt Zürich dem Staatssekretariat für Migration 300 Unterbringungsplätze zur Verfügung. Seit 2014 betreibt die Fachorganisation AOZ in der ehemaligen Gastarbeiter-Siedlung auf dem JuchAreal in Zürich Altstetten ein entsprechendes Zentrum.

Im September 2016 befürwortete die Stadtzürcher Stimmbevölkerung den Bau der neuen Eishockey- und Sportarena der ZSC Lions auf dem Juch-Areal. Ein Jahr später wurde auch der Bau eines neuen Bundesasylzentrums auf dem Duttweiler-Areal gutgeheissen.

Im Herbst 2018 müssen zwei Unterbringungstrakte des Zentrums Juch dem Bau der Eishockey- und Sportarena weichen. Damit reduziert sich die Kapazität des Zentrums in naher Zukunft von 300 auf 150 Plätze. Erst im September 2019 kann das neu zu erstellende Bundesasylzentrum seinen Betrieb aufnehmen. In der Zwischenzeit müssen die verbleibenden 150 Personen an einem anderen Ort wohnen.

In Zürich-Oerlikon betreibt die AOZ seit Anfang 2016 in einer Messehalle das Übergangszentrum Halle 9. Auf zwei Etagen wohnten dort insgesamt bis zu 250 Asylsuchende in der Zuständigkeit der Stadt Zürich. Das obere Geschoss steht der AOZ bis Ende 2019 für die Unterbringung von Asylsuchenden zur Verfügung. Dieses wird nun ab dem 3. Quartal 2018 vorübergehend für die Beherbergung von 150 Personen in Bundeszuständigkeit genutzt. Das untere Geschoss dieser Halle wird ab dem zweiten Quartal 2019 von Schutz & Rettung Zürich als Zwischennutzung für die Bedürfnisse des Zivilschutzes sowie der Logistik beansprucht.

Die heutigen rund 90 Bewohnerinnen und Bewohner der Halle 9 werden in andere Wohnliegenschaften in der Stadt Zürich umplatziert.